Neue Wege in Ausbildung und Arbeit – Kiel gründet Jugendberufsagentur

Mit dem heutigen Tag wird ein neues Kapitel der Zusammenarbeit im Übergang Schule / Beruf aufgeschlagen. Die Landeshauptstadt, das Jobcenter und die Agentur für Arbeit, die Schulen und die Regionalen Berufsbildungszentren unterzeichnen heute (1. Februar) eine Kooperationsvereinbarung zur Gründung der Jugendberufsagentur in Kiel.
Unterzeichnende sind

  • Renate Treutel, Stadträtin der Landeshauptstadt Kiel,
  • Petra Eylander, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel,
  • Karsten Böhmke, Geschäftsführer des Jobcenters Kiel,
  • Barbara Weber, Schulrätin der Landeshauptstadt Kiel,
  • Jürgen Ströh, Leiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Technik Kiel
  • Gerhard Müller, Leiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Wirtschaft.Kiel
  • Dr. Stephan Jansen, Leiter des Regionalen Berufsbildungszentrums 1 Soziales, Ernährung und Bau Kiel

Zum Anlass der Gründung der JBA Kiel, erklärte Renate Treutel:
„Junge Menschen stehen auf dem Weg in den Beruf vor großen Herausforderungen. Wir begleiten sie noch wirkungsvoller, damit sie erfolgreich in ihre Zukunft gehen und als gut ausgebildete junge Menschen die Fachkräfte von morgen sein werden.“
„In vielen Branchen ist der Fachkräftemangel mittlerweile schon Realität“, ergänzt Petra Eylander. „Besonders wenn wir dem demographischen Wandel begegnen wollen, ist eine Ausbildung wichtig. Mit der Jugendberufsagentur holen wir auch die Jugendlichen ab, die vielleicht nicht den direkten Weg zur Berufsberatung finden. Das erhöht die Chancen für Jugendliche, eine berufliche Perspektive zu finden und es verringert das Risiko, künftig arbeitslos zu werden“.

Karsten Böhmke sieht die Einrichtung einer Jugendberufsagentur als richtige und wegweisende Entscheidung für die nächsten Jahre: „Alle ziehen an einem Strang und haben den Jugendlichen damit abgestimmter im Blick. An vielen Stellen in Kiel arbeiten schon verschiedene Akteure zusammen. Mit der JBA entwickeln wir gemeinsam Lösungen und haben alle Interessen und Kompetenzen der Jugendlichen im Fokus. Wir alle sind JBA!“

Für Barbara Weber, Schulrätin der Landeshauptstadt Kiel, steht dies außer Frage. Sie unterstützt die Aussagen Ihres Vorredners Karsten Böhmke und legt den Fokus auf den gelungenen Übergang von Schule und Beruf. „Mir ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler eine Anschlussperspektive haben. Ich vertraue darauf, dass wir durch Vereinbarungen in der Zusammenarbeit früher und erfolgreicher als bisher die jungen Menschen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes berufliches Leben begleiten können.“
Jürgen Ströh, Leiter des Regionalen Bildungszentrum Technik spricht für die Kieler RBZen: „Unser Ziel ist, die JBA von den Jugendlichen aus zu denken. Wir schaffen Strukturen, die es den Jugendlichen ermöglichen auf kurzen Wegen ihre Anliegen zu platzieren. Wir planen daher, nach und nach an allen RBZen zu starten.“

Die Gründung der Jugendberufsagentur, die heute mit den Unterschriften aller Partner besiegelt wird, ist erst der Anfang. So wird in genau einem Monat am 1. März der erste Treff. JBA im RBZ Wirtschaft.Kiel eröffnet.
„Nach und nach wird die Jugendberufsagentur neben ihren bereits bekannten Hauptstellen der verschiedenen Partner mit Treff.(punkten)JBA direkt zu den jungen Menschen gehen“, schließt Renate Treutel.

Hintergrundinfo (Vorschlag)

Seit einem Jahr arbeiten neben der Mitarbeiter- und Lehrerschaft der Partner auch Eltern sowie Schülerinnen und Schüler am Aufbau der Jugendberufsagentur mit. Ziel dieser aufwändigen Beteiligung war es, herauszufinden, was wir nach den Erfahrungen aller gemeinsam noch besser machen können.
Aus vielen Ideen wurde der „Bauplan Jugendberufsagentur Kiel“ erstellt. Nun wird die Umsetzung besiegelt und es geht los.
Heute lernen Sie die verantwortlichen Köpfe dieses Prozesses kennen.
Das Koordinationsteam aus Vertreterinnen und Vertretern von Stadt (Peter Dohse), Agentur für Arbeit (Anja Przewdzink) und Jobcenter (Gero Scheuermann) hält auf der Arbeitsebene die Fäden in der Hand und organisiert
die praktische Umsetzung der Vision und Forderung vieler Eltern, Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen sowie politisch Verantwortlichen, allen Jugendlichen in Kiel attraktive berufliche Chancen und Perspektiven zu öffnen.